Polierer und Prophylaxe: warum Politur in Stufen arbeitet
179 Instrumente für Politur und Prophylaxe. Warum ein feiner Polierer auf grober Fläche nichts bringt und welcher Polierer zu Komposit oder Keramik passt.

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179 Instrumente für Politur und Prophylaxe. Warum ein feiner Polierer auf grober Fläche nichts bringt und welcher Polierer zu Komposit oder Keramik passt.


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Polierer
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Politur ist der Arbeitsschritt, an dem am häufigsten gespart wird, und der, an dem es sich am wenigsten lohnt. Eine raue Oberfläche sammelt Plaque, verfärbt sich und reizt das Weichgewebe. Welcher Polierer dafür in Frage kommt, entscheidet sich an drei Angaben: Schritt, Werkstoff und Grenzdrehzahl.
Ein Polierer trägt nicht ab, er glättet. Dazu muss sein Korn feiner sein als die Riefe, die er beseitigen soll, und gröber als die Oberfläche, die er hinterlässt. Wer von einer mittleren Diamantkörnung direkt auf Hochglanz geht, poliert über die Riefen hinweg: die Oberfläche glänzt, aber die Riefen bleiben darunter und zeigen sich nach wenigen Wochen als Verfärbungslinien. Welche Körnungsstufe welche Riefe hinterlässt, steht in Instrumentencode verstehen.
Wie viele Stufen Sie dafür brauchen, hängt am System und an der Ausgangsrauheit, nicht an einer Regel. Die Reihen im Sortiment unterscheiden sich genau darin:
| Reihe | Stufen | ISO-Körnung | Artikel | Grenzdrehzahl |
|---|---|---|---|---|
| cerdia | 3 | 514, 524, 534 | 33 | 12.000 min⁻¹ |
| amago | 3 | 503, 513, 533 | 17 | 12.000 min⁻¹ |
| neopall | 2 | 514, 524 | 16 | 15.000 min⁻¹ |
| megapol | 2 | 524, 534 | 14 | 10.000 min⁻¹ |
cerdia ist laut Produkttext ein Dreistufensystem für Keramik, mit Vorpolitur, Politur und Hochglanz ohne zusätzliche Polierpaste. neopall und megapol kommen mit zwei Stufen aus. Wer also hört, Politur brauche immer drei Schritte, hat ein Dreistufensystem vor sich und verallgemeinert es.
Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern der Abstand zwischen den Stufen. Eine Zweistufenfolge funktioniert, wenn die Finitur vorher eine feine Oberfläche hinterlässt. Kommt die Restauration mit einer groben Diamantkörnung aus der Präparation, fehlt der erste Schritt, und zwei Stufen reichen nicht.
Alle Grenzdrehzahlen liegen bei 15.000 min⁻¹ oder darunter, und das ist der wichtigste Unterschied zum Schleifen. Polierer arbeiten langsam. Ein Polierer bei Turbinendrehzahl poliert nicht, er verbrennt die Oberfläche und sich selbst.
| Gruppe | Artikel | Grenzdrehzahl | Gedacht für |
|---|---|---|---|
| Polierer | 147 | bis 15.000 min⁻¹ | Komposit, Metall, Kunststoff |
| Keramik Schleifer | 28 | 15.000 min⁻¹ | Keramik und Zirkonoxid |
| Prophylaxe | 17 | 4.500 bis 12.000 min⁻¹ | Zahnreinigung, natürliche Oberfläche |
| Bürsten | 15 | 10.000 min⁻¹ | Zugänge, Fissuren, Interdentalraum |
| Mandrells | 14 | nicht angegeben | Halter für unmontierte Scheiben |
Der Werkstoff entscheidet, weil die Bindung des Poliermittels zur Härte passen muss. Ein Polierer für Komposit sitzt in einem weichen Träger, damit er sich der Form anlegt. Derselbe Träger gibt an Zirkonoxid nach, bevor das Korn greift, und poliert dann nichts. Deshalb bilden die Keramik Schleifer eine eigene Gruppe, mit 28 Artikeln und härterer Bindung. Für Keramik im Labor gibt es Vollkeramik bearbeiten, für Zirkon Diamant für Zirkon.
Die Gruppe führt 13 Formen. Benannt sind davon drei: Kelch und Kelch lang mit je 13 Artikeln sowie swing mit 11. Die übrigen zehn stehen im Katalog nur mit ihrer ISO-Formnummer.
Die Wahl richtet sich nach der Fläche, nicht nach der Vorliebe. Ein Kelch legt sich an gewölbte Flächen an und erreicht den Übergang zum Zahnfleisch. Eine Linse oder Scheibe arbeitet flach und hält eine Kante. Eine Spitze kommt in Fissuren und an Approximalflächen, an die eine Scheibe nicht gelangt. Wer alles mit einer Form macht, rundet Kanten ab, die stehen bleiben sollten.
| Schaft | ISO | Antrieb | Artikel |
|---|---|---|---|
| RA | 204 | Winkelstück | 65 |
| Unmontiert | 900 | Auf Mandrell | 50 |
| HP | 104 | Gerades Handstück | 24 |
| FG | 314 | Turbine | 8 |
Das Winkelstück führt mit 65 von 147 Artikeln, weil Politur am Patienten dort stattfindet: niedrige Drehzahl, guter Zugang, Kontrolle über den Anpressdruck.
Die 50 unmontierten Artikel erklären, warum die Mandrells eine eigene Gruppe bilden. Unmontiert spart im Verbrauch, weil Sie nur die Scheibe tauschen. Dafür hängt der Rundlauf am Mandrell, und ein ausgeschlagenes Mandrell lässt die Scheibe taumeln. Eine taumelnde Scheibe poliert nicht gleichmässig, sie schlägt.
Die acht Artikel mit Turbinenschaft widersprechen der Drehzahlregel nicht: eine Turbine lässt sich am Fussanlasser herunterfahren, arbeitet dann aber mit wenig Drehmoment.
| Reihe | Artikel | Grenzdrehzahl |
|---|---|---|
| prophycups | 8 | 10.000 min⁻¹ |
| prophypol | 5 | 12.000 min⁻¹ |
| prophycups snap-on | 2 | 4.500 min⁻¹ |
| prophycups screw-on | 2 | 4.500 min⁻¹ |
Die 4.500 min⁻¹ der Snap-on und Screw-on Kelche sind die niedrigste Grenze im ganzen Sortiment, und das aus gutem Grund. Ein Gummikelch wirft bei hoher Drehzahl die Polierpaste weg, statt sie zu führen, und er wird heiss.
Die Fläche entscheidet zwischen Kelch und Bürste. Der Kelch legt sich an glatte Flächen an und erreicht den Sulkusrand. Die Bürste kommt in Fissuren und an Zugänge, die der Kelch überbrückt. Die 15 Bürsten im Sortiment laufen alle bis 10.000 min⁻¹.
Polieren Sie feucht. Trocken steigt die Temperatur an der Kontaktfläche sofort, und zwei Dinge gehen dabei kaputt: die Oberfläche und der Polierer.
Bei Komposit ist die Grenze besonders eng. Kunststoff wird ab etwa 60 Grad weich und verschmiert dann, statt zu glätten. Was Sie danach sehen, ist keine Politur, sondern eine zugeschmierte Fläche, die nach Wochen matt wird.
Bei Keramik und Zirkonoxid schützt die Flüssigkeit vor allem den Polierer. Die Bindung hält die Wärme schlechter aus als das Korn, und ein überhitzter Träger verliert sein Korn.
Ein Polierer arbeitet über das Korn in seinem Träger. Unter Druck verformt sich der Träger, das Korn taucht ein und greift nicht mehr. Gleichzeitig steigt die Reibung, der Träger wird weich, und der Polierer schmiert. Was danach auf der Oberfläche liegt, ist Trägermaterial, kein Glanz.
Richtig ist das Gegenteil: leichter Kontakt, niedrige Drehzahl, längere Verweildauer, kreisende Bewegung ohne feste Richtung. Bei Komposit zusätzlich mit Wasser, weil Kunststoff ab etwa 60 Grad weich wird und dann verschmiert statt zu glätten.
Eine hochglanzpolierte Oberfläche gibt eine Kontur wieder, sie reflektiert nicht bloss Licht. Wenn Sie im Instrumentenlicht eine Kante erkennen, die sich in der Fläche spiegelt, ist die Oberfläche fertig. Solange nur ein diffuser Schein zu sehen ist, sitzen noch Riefen darin.
Bei Restaurationen zählt ein zweites Kriterium mehr als das Auge: die Sonde. Eine fertige Oberfläche nimmt die Sonde nicht mit. Wo sie hakt, ist der Übergang nicht glatt, und genau dort beginnt später der Randspalt.
Ein Polierer ist ein Medizinprodukt und folgt der Gebrauchsanweisung des Herstellers, auch bei der Frage, wie oft er wiederverwendet werden darf. Diese Angabe steht am Produkt, nicht in einer allgemeinen Regel.
Zwei Dinge gelten unabhängig davon. Erstens: Polierreste und Polierpaste, die antrocknen, lassen sich kaum noch lösen und verschliessen die Oberfläche. Reinigen Sie direkt nach dem Gebrauch. Zweitens: ein zugesetzter Polierer arbeitet nicht mehr über das Korn, sondern über den Träger. Er schmiert, und das Ergebnis sieht nach Glanz aus, ohne einer zu sein. Die vollständige Aufbereitungskette steht in Instrumente richtig aufbereiten.
Die Polierer finden Sie unter Polierer, Keramik Schleifer, Prophylaxe und Bürsten, die Halter unter Mandrells. Wie Polierer und Bürsten aufbereitet werden, steht in Instrumente richtig aufbereiten.
Das entscheidet das System, nicht eine Regel. cerdia und amago sind Dreistufensysteme, neopall und megapol kommen mit zwei Stufen aus. Entscheidend ist der Abstand zwischen den Stufen: zwei genügen, wenn die Finitur vorher eine feine Oberfläche hinterlässt. Kommt die Restauration mit einer groben Diamantkörnung aus der Präparation, fehlt der erste Schritt.
Feucht. Trocken steigt die Temperatur an der Kontaktfläche sofort. Komposit wird ab etwa 60 Grad weich und verschmiert dann, bei Keramik verliert der überhitzte Träger sein Korn.
Das steht in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produkts, nicht in einer allgemeinen Regel. Unabhängig davon gilt: direkt nach dem Gebrauch reinigen, denn angetrocknete Polierpaste verschliesst die Oberfläche, und ein zugesetzter Polierer schmiert statt zu glätten.
Deutlich langsamer als beim Schleifen. Die Grenzwerte liegen zwischen 4.500 und 15.000 min⁻¹, bei den Prophylaxekelchen Snap-on und Screw-on sogar bei 4.500 min⁻¹. Ein Polierer bei Turbinendrehzahl poliert nicht, er verbrennt die Oberfläche und sich selbst.
Zu viel Druck. Unter Druck verformt sich der Träger, das Korn taucht ein und greift nicht mehr, die Reibung steigt und der Träger wird weich. Was dann auf der Oberfläche liegt, ist Trägermaterial. Richtig ist leichter Kontakt, niedrige Drehzahl und längere Verweildauer.
Nein. Der Träger für Komposit ist weich, damit er sich der Form anlegt. An Zirkonoxid gibt er nach, bevor das Korn greift, und poliert dann nichts. Keramik und Zirkonoxid gehören zur Gruppe Keramik Schleifer, 28 Artikel mit härterer Bindung.
Der Kelch legt sich an glatte Flächen an und erreicht den Sulkusrand. Die Bürste kommt in Fissuren und an Zugänge, die der Kelch überbrückt. Beides zusammen, nicht eines statt des anderen.
Am Spiegelbild, nicht am Glanz. Eine fertige Oberfläche gibt eine Kontur wieder, nicht nur einen diffusen Schein. Bei Restaurationen zählt zusätzlich die Sonde: wo sie hakt, ist der Übergang nicht glatt, und genau dort beginnt später der Randspalt.
Ja. Kunststoff wird ab etwa 60 Grad weich und verschmiert dann, statt zu glätten. Die Wärme entsteht durch Reibung und steigt mit Druck und Drehzahl, also genau mit den beiden Dingen, die beim Polieren ohnehin niedrig bleiben sollen.
Unmontiert ist günstiger im Verbrauch, weil nur die Scheibe getauscht wird. Dafür hängt der Rundlauf am Mandrell, und ein ausgeschlagenes Mandrell lässt die Scheibe taumeln. Eine taumelnde Scheibe poliert nicht gleichmässig, sie schlägt. 50 der 147 Polierer sind unmontiert.

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