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Diamantbohrer von rotatec sind rotierende Instrumente für die Kavitäten-, Kronen- und Hohlkehlpräparation sowie für das Finieren und Konturieren von Restaurationen. Sie bearbeiten Schmelz, Dentin, Keramik, Zirkon und Komposit in Praxis und Labor.
Die galvanisch gebundenen Naturdiamantkörnungen auf rostfreiem Stahlträger sorgen für gleichmässigen Abtrag, konstante Schleifleistung und geringe Wärmeentwicklung bei ruhigem, vibrationsarmem Lauf. Das Sortiment reicht von ultragrob für den schnellen Substanzabtrag bis ultrafein für die feinste Konturierung.
Direkt vom Schweizer Hersteller aus Appenzell, ohne Depot dazwischen. Swiss Made seit 1980, ISO 13485 und CE-MDR, Lagerartikel in 48 Stunden versandbereit.





















Die Körnung entscheidet, nicht die Form: Grobe Körnungen tragen Substanz ab, feine arbeiten die Präparationsgrenze aus. Der genormte Farbring am Schaft zeigt die Körnung, ohne dass Sie das Instrument prüfen müssen.
| Farbring | Körnung | Arbeitsschritt |
|---|---|---|
| Blau | Ultra grob | Kronenreduktion, schneller Substanzabtrag |
| Schwarz | Extra grob | Grobe Formgebung |
| Grün | Grob | Kavitäten- und Kronenpräparation |
| Kein Ring | Normal | Standardpräparation, universelles Beschleifen |
| Rot | Fein | Finieren der Präparationsgrenze |
| Gelb | Extra fein | Ausarbeiten vor der Politur |
| Weiss | Ultra fein | Feinste Konturierung, Glätten von Komposit |
Weil sie schnell arbeitet. Erhebungen zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Anwender zu Diamantinstrumenten mit grünem Farbring greifen, also zur groben Körnung.
Für die Hohlkehle werden konische Instrumente mit abgerundeter Spitze verwendet. Die Körnung bestimmt den Arbeitsschritt: grob zum Abtragen, fein zum Ausarbeiten der Präparationsgrenze.
Für den Abtrag ist das richtig. Problematisch wird es, wenn dieselbe Körnung auch die Präparationsgrenze ausarbeitet: Grobe Körnungen hinterlassen Riefen, die der Abformung und dem Randschluss schaden. Ein Wechsel um mehr als eine Körnungsstufe kostet später mehr Politurzeit, als der eingesparte Instrumentenwechsel bringt.
FG gehört in die Turbine, RA ins Winkelstück, HP ins Handstück. Der Schaft bestimmt damit die Drehzahl und die Kontrolle, die Sie über das Instrument haben.
FG-Instrumente arbeiten bei hoher Drehzahl und kleinem Anpressdruck, typisch für die Präparation. Der RA-Schaft im Winkelstück erlaubt kontrolliertes Arbeiten bei niedrigerer Drehzahl, etwa beim Exkavieren oder Finieren. HP-Instrumente mit grösserem Arbeitsteil kommen im Labor und in der Chirurgie zum Einsatz.
Die ISO-Nummer beschreibt ein Instrument vollständig: Werkstoff, Schaft, Länge, Form und Körnung. Sie besteht aus fünf Zifferngruppen nach ISO 6360 und ist herstellerunabhängig.
Die erste Gruppe nennt den Werkstoff des Arbeitsteils: 806 steht für galvanisch gebundenen Diamant, 500 für Hartmetall. Die zweite Gruppe kennzeichnet Schaft und Länge, etwa 314 für den FG-Schaft. Danach folgen Form und Korngrösse. Praktisch heisst das: Zwei Instrumente mit identischer ISO-Nummer sind austauschbar, unabhängig davon, bei wem Sie bestellen.
Wenn es mehr Anpressdruck verlangt als gewohnt. Sichtbar ausgedünnte Belegung, verglaste Stellen oder ein Instrument, das schmiert statt schneidet, gehören ersetzt.
Diamantinstrumente sind bei validierter Aufbereitung mehrfach verwendbar. Entscheidend ist die sofortige Reinigung nach dem Eingriff, bevor Rückstände antrocknen und die Zwischenräume der Belegung zusetzen. Höherer Druck gleicht eine verbrauchte Belegung nicht aus: Er erzeugt Wärme, gefährdet die Pulpa und verkürzt die Standzeit weiter.
Bei Zirkon und bei langen Präparationen. Für harte Werkstoffe arbeitet rhodia mit höherer Diamantkonzentration, für hohen Abtrag mit gutem Spanfluss turbodia mit spiralförmiger Belegung.
Nach der Präparation übernehmen Finierer die Feinkontur, danach führen Polierer in aufsteigender Feinheit zum Hochglanz.
Die Instrumentenwahl richtet sich nach der Kavitätenklasse nach Black und der geplanten Restauration.
| Klasse | Lokalisation | Übliche Formen |
|---|---|---|
| I | Fissuren und Grübchen der Seitenzähne | Kleine Kugel zur Eröffnung, Zylinder oder konisch zur Ausformung |
| II | Approximalflächen der Seitenzähne | Zylinder, birnenförmig, konisch mit runder Spitze |
| III | Approximalflächen der Frontzähne ohne Schneidekante | Kleine Kugel, Flamme |
| IV | Approximalflächen der Frontzähne mit Schneidekante | Flamme, konisch, feine Körnung zum Ausarbeiten |
| V | Zahnhalsbereich | Kugel, Zylinder mit runder Kante |
Grobe Körnungen eröffnen und formen vor, feine Körnungen arbeiten die Präparationsgrenze aus. Zum Entfernen kariösen Dentins folgen Rosenbohrer und Exkavatoren, zum Ausarbeiten der Ränder die Finierer.
Diamantinstrumente sind bei sachgerechter, validierter Aufbereitung mehrfach verwendbar. Entscheidend sind sofortige Reinigung nach dem Eingriff und die Kontrolle der Schneidleistung. Lässt diese nach, ist das Instrument zu ersetzen.
Sprachlich meist nichts, beide Begriffe bezeichnen diamantbelegte rotierende Instrumente. In der Zahntechnik ist Schleifer verbreiteter, in der Praxis Bohrer.